|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
Dr. Thomas Kienle – Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? / 13.12.2009
Anfang Dezember 2009 tagte in Ulm der Ausschuss des Gemeinderates für Bildung und Soziales. Nach der Beratung wurde darüber abgestimmt, ob das Schaffner-Bad erhalten bleiben soll. Der CDU-Gemeinderat Dr. Thomas Kienle hatte sich in den Wochen vor der Abstimmung für eine Erhaltung des kleinen Lehrschwimmbeckens ausgesprochen. Der Ausschuss stimmte – mit der Stimme Kienles – gegen eine Schließung des Bades.
Nach der Abstimmung stellte sich heraus, dass der Gemeinderat Dr. Thomas Kienle gar kein Mitglied des Ausschusses ist und kein Stimmrecht besitzt. Seine Stimme wurde deshalb nicht gezählt. Somit hatte der Ausschuss dafür gestimmt, das Bad zu schließen.
Wie der tragische Fall zeigt, sind unsere Volksvertreter durch die Fülle ihrer Aufgaben und Ämter bisweilen überfordert. Wir sollten als Bürger nicht voreilig über unsere Räte urteilen und Verständnis aufbringen. Jeder von uns kann leicht den Überblick verlieren. Und -Hand aufs Herz: Wem von uns ist es nicht schon passiert, dass er morgens zur Arbeit ging und erst viele Stunden später feststellte: Verdammt! Ich bin an der falschen Arbeitsstelle? Welche Frau erwachte nicht schon an der Seite ihres Lebensgefährten und dachte bei dessen Anblick: Wie kommt dieser fremde Kerl in mein Bett? Manchmal sind wir alle ein bisschen Bluna; deshalb sollten wir anderen gegenüber immer tolerant sein.
Der verwirrte Ratsherr
Freunde, gebt mir bitte Aufschluss! Bin ich Mitglied hier im Ausschuss? Aber, lieber Thomas, nein! Du musst sehr verwirrt heut sein.
Meister Dörfler, was sagst Du? Bin ich Chef der CDU? Kienle! Was soll diese Frage? Du bist wirklich eine Plage.
Ich muss wissen, Kollege, sag! Bin ich Mitglied hier im Rat? Kienle, bist ein armer Tropf Schmerzt er sehr, dein leerer Kopf?
Größer wird nun Thomas´ Pein Schließlich fällt ihm nichts mehr ein Und man bringt – Ihr glaubt es nie - Herrn Kienle in die Psychiatrie.
|
|