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Weihnachtsansprache 2011

 

Bundespräsident Wulffs Weihnachtsansprache 2011
oder: Die Käuflichkeit von Politikern / 21.12.2011



Einen Privatkredit zum Hausbau hat Christian Wulff von der Gattin eines Unternehmers zu äußerst günstigen Konditionen erhalten, als er noch Ministerpräsident von Niedersachsen war.

Verschiedene Urlaubsunterkünfte ließ Wulff sich von Unternehmern in der Vergangenheit zur Verfügung stellen.

Ein Unternehmer bezahlte die Werbekampagne für ein Buch Wulffs, das während des Landtagswahlkampfes erschien.

Bundespräsident Wulff gibt all diese Sachverhalte im Dezember des Jahres 2011 immer erst dann zu, wenn die Medien ihm die Wahrheit nachgewiesen haben und nicht mehr das Gegenteil behauptet werden kann.

Wulff hat jetzt bereits bei der Bevölkerung erheblich an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

In einer Demokratie müssen Vorgänge wie diese deswegen mit besonderem Argwohn betrachtet werden, weil ein Politiker durch derartige Vergünstigungen sich veranlasst sehen kann, seinen Förderern politische Gefälligkeiten zu erweisen. Wulffs Verhalten wirft die Frage nach der Käuflichkeit von Politikern auf.

Nun soll dieser Bundespräsident eine Weihnachtsansprache halten. Stefan Kuzmany vom Spiegel machte sich Gedanken, wie diese Rede aussehen könnte. Eine Passage lautet:

"Zusammenhalt, Verständigung, Vertrauen: All das geschieht nicht von allein. Dafür muss man etwas tun. Unsere Gesellschaft lebt von denen, die sehen, wo sie gebraucht werden, die helfen, wo Hilfe nötig ist...

Einige dieser Menschen habe ich heute Abend ins Schloss Bellevue eingeladen. Sie haben sich seit vielen Jahren für meine Frau und mich eingesetzt. Aus Gründen und Motiven, von denen ich keine Kenntnis habe. Obwohl sie alle reich sind, ist ihnen nicht daran gelegen, dass andere abseits stehen müssen. Andere wie ich. Das ist gelebte Solidarität und gemeinsames Füreinandereinstehen"


(Quelle: SPIEGEL-ONLINE 21.12.2011)

Ein anderer Autor hat ein Video online gestellt, das eine fiktive Weihnachtsansprache unseres Bundespräsidenten Christian Wulff zeigt. Aber sehen Sie selbst. (Bitte auf das Foto klicken)