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Rivoir organisiert Lachtherapie / 31.1.08

Immer wieder wird uns vorgeworfen, wir verstünden uns nur aufs Tadeln. Durch diesen Beitrag über den SPD-Landtagsabgeordneten Martin Rivoir wollen wir die Haltlosigkeit solcher Vorwürfe demonstrieren. Der zukünftige SPD-Kreisvorsitzende hat in mancherlei Hinsicht unsere wohlwollendes Urteil verdient. Er bläst sich nicht auf wie ein Pfau. Trägt mit der Offenlegung seiner Einnahmen zur Transparenz bei. Leistet mit seinem Engagement gegen die Studiengebühren im Landtag einen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit. In Ulm sorgte er durch einen Antrag ohne demagogische Absichten dafür, dass bald in einer Grundsatzdebatte über Jugendgewalt und Alkoholmissbrauch mit Fachleuten diskutiert werden wird.

Nun glänzt Rivoir mit einer in der Politik völlig neuen Idee : Nach seiner Wahl zum Kreisvorsitzenden will er für alle Ulmer SPD-Mitglieder die Möglichkeit schaffen, an einer Lachtherapie teilzunehmen.

Bei einer Vorstandssitzung soll der SPD-Mann erklärt haben, dass der Sozialabbau unter Kanzler Schröders und Arbeitsminister Müntefering nicht nur zum Austritt vieler Parteimitglieder geführt habe, sondern auch zu schweren Identitätskrisen und Depressionen. Deshalb soll in enger Kooperation mit dem Theater Neu Ulm dafür gesorgt werden, dass die Parteimitglieder von ihren Traumata geheilt werden.

Theaterleiter Heinz Koch gilt in Deutschland als führender Experte auf dem Gebiet der Lachtherapie, die er in Anlehnung an die Grundlagenarbeiten des verstorbenen Ulmer Theatermannes Theodor Dentler entwickelt hat. Entspannung, Stärkung des Lebenswillens, Stimulierung der Abwehrkräfte und Befreiung von Ängsten sind die erklärten Ziele einer Lachtherapie.

Rivoir setzt große Hoffnungen in den Theatermann: „2009 sind mehrere Wahlen. Bis dahin muss es uns gelingen, unsere Mitglieder von Ängsten und Schuldgefühlen zu befreien und es ihnen zu ermöglichen, sich in der Öffentlichkeit wieder zur Sozialdemokratie zu bekennen.“