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Stilkritik 2 / 23.6.2009

Ein Tag nach Veröffentlichung der "Stilkritik" erschienen in der SWP auf der ersten Ulmer Lokalseite ein Kommentar („Raus zur Begegnung“) und ein Artikel („Ende der Gemütlichkeit“), geschrieben von einem jüngeren Autor. Die darin enthaltenen stilistischen Mängel sind so zahlreich, dass es einem durchschnittlichen Leser die Sprache verschlägt. Wo und bei wem hat dieser junge Redakteur sein Volontariat absolviert? Werden angehende Redakteure von älteren mit Erfahrung nicht behutsam angeleitet, wie Artikel und Kommentare aufgebaut und sprachlich gestaltet werden sollten. Lässt man sie in den Redaktionsstuben alleine?

Vor einigen Monaten musste ein anderer Lokalredakteur der SWP von einem juristisch ausgebildeten Leserbriefschreiber darüber belehrt werden, was die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Zivil- und einem Strafprozess sind. Das geschah, nachdem der Redakteur schon lange Zeit über verschiedene Prozesse in Ulm und Neu-Ulm berichtet hatte und immer noch nicht in der Lage war, Zivilprozess und Strafprozess auseinander zu halten.

Wie weit wird der Qualitätsverlust in der Ulmer SWP noch gehen?





Zitate aus: „Raus zur Begegnung“. SWP 20.6.2009

Das Freizeitheim und die Begegnungsstätte „sind die wichtigsten Türöffner der evangelischen Kirche in der Stadt nach draußen…“

Der „Anspruch der Kirche, eine offene gesellschaftliche Rolle zu spielen…“

„es ist ja nicht so, dass alles Friede, Freude, Ostereierkuchen ist“

Das Freizeitheim „hat mit anderen Familienverhältnissen zu kämpfen“

„Platzt der Ulmer vor Stolz auf die Neue Mitte und lässt dieses Haus wenige Meter weiter im Schatten liegen.“





Zitate aus: „Ende der Gemütlichkeit“. SWP 20.6.2009

„Die …Krise rückt der Stadt…auf den Leib und lässt sich mit ersten Größenordnungen beziffern“

„…Holz (CDU) mahnte dazu an, nicht zu vergessen, die Stadt zu entwickeln…“

„…Hofmann (SPD) fuhr das Kontrastprogramm und gab mit Blick auf Kreditzinsen zu bedenken, dass für jede Million Schulden 40.000 Euro … abgingen.“