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Braucht Ulm eines neues Rathaus? / 12.2.2007
Kaum ein Tag vergeht, ohne dass der Stadtbürger durch neue Bauvorschläge von CDU-Fraktionsmitgliedern überrascht würde. Im Grunde wäre die Sache zum Lachen. Ausser Schilda fällt dem interessierten Beobachter zunächst wenig ein. Doch dann kommt der Verdruss:
Es sind keine marginalen Akteure, die Tag für Tag Neubauten vorschlagen, deren Verwirklichung Millionensummen verschlingen würden, es sind führende Männer der Ulmer CDU. Gestern der Vorschlag ein „Haus der Donauländer“, heute die Idee eines Rathausneubaus ...
Wenn diese Politiker mit ihrem Privatvermögen und ihren persönlichen Einkünften auch so umgingen, wie sie mit öffentlichem Vermögen und öffentlichen Einnahmen umzugehen gedenken, dann müssten sie bald ins Nuißl-Heim ziehen.
Selbst die örtliche Presse fragt in einem kritischen Kommentar, ob es „den Ulmer Bürgern wesentlich besser ginge, wenn die städtischen Ämter nur auf einige wenige Häuser verteilt wären“.
Das sind keine Ideen, das sind Schnapsideen. Wann dürfen wir Bürger damit rechnen, dass uns diese Kommunalpolitiker den Neubau des Ulmer Münsters vorschlagen, und zwar dergestalt, dass die neue Kathedrale architektonisch mit der „Neuen Mitte“ harmoniert?