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Ulmer Gerüchte/ 20.12.08
Dr. Kulitz – Vom Blinden zum Seher
Der IHK-Vorsitzende und bayerische Unternehmer Dr. Kulitz ist unserer Leserschaft bekannt als Aufsichtsratsvorsitzender der Ulmer Volksbank. In dieser Eigenschaft hat er es im Februar 2007 beinahe geschafft, das genossenschaftliche Unternehmen durch seine törichte Personalpolitik in eine Katastrophe zu führen. Seine Personalentscheidungen wurden korrigiert, Herr Kulitz tauchte etwas ab und gab die Rolle eines Weltreisenden an der Seite bedeutender deutscher Politiker. Die Unternehmerkollegen von der Ulmer IHK verziehen Dr. Kulitz und wählten ihn im Juli 2008 erneut auf fünf Jahre zu ihrem Vorsitzenden. In unserer knallharten Wirtschaftswelt ist dies ein anrührender Beweis für Nachsicht mit einer führenden Persönlichkeit, die völlig versagt hat. Und wie sich zeigt, blieben diese Erfahrungen nicht wirkungslos. Hatten wir es 2007 noch mit einem Mann zu tun, der offensichtlich damit überfordert war, den Überblick über die Tätigkeit einer relativ kleinen Bank zu behalten, so zeigt eben dieser Mann unter dem Einfluss des ihm entgegen gebrachten Vertrauens in jüngster Zeit seherische Fähigkeiten. In der Lokalzeitung wird Dr. Kulitz heute mit den Worten zitiert: „Dies ist eine Zeitenwende, die wir insgesamt in ihrer Bedeutung noch nicht wahrnehmen können“ (SWP 20.12.08). Es macht uns vom DF-Stammtisch sprachlos, so große Geister mit prophetischer Gabe in Ulm wirken zu sehen.
Kienle(Grüne) als Pförtner
Die Donaufisch-Weihnachtsaktion 2008 hat erste Erfolge zu verzeichnen. Bei uns am Stammtisch meldete sich ein Söflinger Unternehmer und bot an, den grünen Gemeinderat Markus Kienle als Pförtner beschäftigen zu wollen. Der 45jährige Kienle ist, wie wir berichteten, ohne ordentliche und einträgliche Arbeit und war jüngst sogar bereit, unter dem Ulmer Oberbürgermeister in der Stadtverwaltung zu dienen. Der Söflinger Unternehmer sagte wörtlich: „Dieses traurige Schicksal des Wechsels vom freien Kritiker zum abhängigen Rathausdiener möchte ich Kienle ersparen. Er kann in der Pförtnerloge sogar seine ökologischen Neigungen leben. Die dort gedeihenden Pflanzen werden alle nach strengen ökologischen Regeln gehegt und gepflegt.“
CBL-Geschäfte Ulms
Die in Berlin ansässige Organisation Transparency International, kurz TI, wird demnächst in Ulm aktiv: Rechtzeitig vor der Gemeinderatswahl will sie eine Liste all der Ulmer Gemeinderatsabgeordneten veröffentlichen, die dem Cross-border-leasing-Geschäft zwischen der Stadt Ulm und der Pittsburgh National Cooperation 2003 zugestimmt haben. Wie wir vom DF-Stammtisch berichteten, stellt dieses Geschäft einen ausgeklügelten Steuerbetrug am amerikanischen Steuerzahler dar, durch den die Bank und die Verantwortlichen in Ulm ordentlich verdienen wollten. Aber das ging schief: Die Ulmer Bürger sind jetzt die Gelackmeierten; acht Millionen Schaden mussten sie schon bezahlen. Wie viele Millionen Euro Schaden werden noch entstehen? TI will den Bürgern Ulms ihre Entscheidung bei der Gemeinderatswahl 2009 etwas erleichtern.
Malischewski will alles wieder gut machen
Voller Schuldgefühle und Reue ist die Ulmer Gemeinderätin Helga Malischewski. Sie habe bei dem CBL-Geschäft 2003 wirklich nicht durchgeblickt und verstehe es heute noch nicht, soll Malischewski (Freie Wähler) gesagt haben. Außerdem sei ihr damals beim Aktenstudium der Hut in die Stirn gerutscht, wie das neulich schon ein Leser der SWP in einem Leserbrief vermutet habe. Das habe dazu geführt, dass sie völlig unvorbereitet habe abstimmen müssen. Aber auch, wenn das Missgeschick mit dem Hut nicht passiert wäre, hätte sie sich nicht ausreichend informieren können, da sie bekanntlich sehr ungern lese, schon gar nicht so lange Texte über so komplizierte Sachen. Den angerichteten Schaden will die Stadträtin und ehemalige Wirtin wieder gutmachen. Sie lasse ihre Hutsammlung versteigern und stelle den Erlös der Stadt Ulm zur Bezahlung der Schulden aus dem CBL-Geschäft zur Verfügung.
Direktor Langer bei der NPD und der Deutschen Volksunion?
Wie die SWP berichtete, hielt der Direktor des Donaubüros Peter Langer am 21.11.2008 vor der „Vereinigung waffenstudentischer Verbände Ulm / Neu-Ulm“ einen Vortrag über das Donaubüro und dessen Donauaktivitäten. Langer sah in seinem Auftreten dort als Festredner nichts Anstößiges, wusste nach eigenem Bekunden auch gar nicht so genau, auf was er sich da einlasse. Am Ende gelangte er sogar zu der Erkenntnis, dass sein Vortrag in der Studentenverbindung einem ehrenwerten Ziel diene, der Verbreitung liberalen Gedankengutes und der Werbung für die „Donau als Kulturstraße Europas“. Wir schlagen Herrn Langer vor, sich auch bei der NPD und der Deutschen Volksunion um eine Einladung zu einem Vortrag zu bemühen; auch dort stößt liberales Gedankengut sicher auf große Resonanz und hilft, der Verbreitung rechtsextremer Einstellungen entgegenzuwirken. Vielleicht gibt es dann auch finanzielle Zuschüsse für das Donaubüro aus den Haushaltsmitteln des Verfassungsschutzes. Direktor Langer als V-Mann – das wäre doch mal was.
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