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Ulm demonstriert
Dresden 2010

 

Dresden 2010 Man glaubt es kaum, dass eine Demokratie und ihre Institutionen so einfältig sein können, dies zuzulassen, 65 Jahre nachdem die deutschen Faschisten ganz Europa in Schutt und Asche gelegt haben und Millionen Menschen im Angriffskrieg der Nazis gestorben sind.

Ulm demonstriert Weit mehr als 10.000 Menschen beteiligten sich am 1.Mai an einer vom DGB organisierten Kundgebung in Ulm, die unter dem Motto „Ulm gegen rechts“ stand. Während im Anschluss an die Demonstration ein friedliches Fest auf dem Münsterplatz stattfand, marschierten ca. 1.500 Neonazis durch Ulms Straßen.

Bahnhofsfrühstück Die „Aktionsgruppe Bahnhofsfrühstück“ möchte dem rechten Gesindel noch vor Beginn des Aufmarsches eindrucksvoll klarmachen: In Ulm ist kein Platz für Nazis. Haut ab! Erfolg kann diese Aktion nur haben, wenn sich viele Menschen am Morgen vor dem nördlichen Ausgang des Bahnhofs einfinden...

Widerstand gegen Neonazis ist zu erwarten. Aus Ulm gibt es ermutigende Signale: Die Menschen werden den geplanten Aufmarsch der NPD am 1.Mai 2009 nicht tatenlos hinnehmen.

Verwaltungsrichter Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hob am 2.3.2009 ein Versammlungsverbot auf, das die Stadt Ulm gegen eine NPD-Demonstration am 1.5. ausgesprochen hatte. Damit steht fest: Am Tag der Arbeit werden Neonazis durch die Straßen Ulms marschieren...

Demo verboten Die NPD plant für den 1.Mai 2009 einen Aufmarsch ihrer Anhänger und Sympathisanten aus ganz Süddeutschland in Ulm. Unter dem Motto „Aufruhr im Paradies, die Jugend stellt sich quer“ hat die neofaschistische Organisation bei den Ulmer Behörden eine zentrale Demonstration angemeldet...

Nationalstolz Etwa ein Dutzend Gäste hatte sich versammelt, von außen sah man sie gut durch das große Fenster. Während der Großbildfernseher die Bilder von der Zeremonie zeigte, waren alle Gäste im Wirtsraum aufgestanden. Sie trugen schäbige Trikots der deutschen Nationalmannschaft oder speckige Mützen...

Antifaschist Geboren und aufgewachsen ist Ernst Rohleder in Mannheim. Wenige Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er 1933 erstmals verhaftet, die Faschisten warfen ihm Hochverrat vor. 1935 steckten sie ihn ins badische KZ Kislau.