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Gönners Jubiläum / 8.6.2011
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Gönners Jubiläum / 8.6.2011
Ivo Gönner ist seit 1991 Oberbürgermeister der Donaustadt Ulm. Zweimal wurde er bereits wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei der letzten Wahl 2007 nur noch bei 43 Prozent, von gut 83.000 Wahlberechtigten gingen weniger als 36.000 zur Wahl.
Im Verlauf seiner bald zwanzigjährigen Amtszeit verscherbelte der Sozialdemokrat das Ulmer Kanalnetz in einem großen Verlustgeschäft an eine amerikanische Bank (Cross-Border-Leasing), ließ zu, dass sich die städtische Wohnungsbaugesellschaft an Wettgeschäften mit der Deutschen Bank beteiligte und dabei Millionen verlor (SWAP-Geschäft) und steigerte in Zeiten sprudelnder Einnahmen die Stadtschulden um 48 Prozent von 93 Millionen (1991) auf 137 Millionen (2007).
Privaten Investoren schenkt Herr Gönner Millionen an Sanierungs-, Bau- oder Unterhaltskosten aus der öffentlichen Kasse (Donaubad Wonnemar und Multifunktionshalle) während Lehrschwimmbäder, Teile der Stadtbücherei und Kinderhorte angeblich nicht mehr finanziert werden können.
Herr Gönner ist Sozialdemokrat, unterscheidet sich aber kaum von seinen Vorgängern im Amt des Stadtoberhauptes, die alle aus dem konservativen Lager stammten.
Wenn es dem Oberbürgermeister in den Kram passt, nimmt er auch seinen Baubürgermeister Wetzig in Schutz, der in zwielichtige Finanztransaktionen verstrickt ist und sich deswegen vor Gericht verantworten muss. Oder er steht seinem Freund Peter Langer bei, der jahrelang städtisches Geld mit beiden Händen zum Fenster rauswarf und dabei geltungssüchtig und vermessen etwas von Völkerverständigung im Donauraum schwafelte. Oder der Oberbürgermeister greift entschlossen in die Stadtkasse, um den Stadträten eine Reise nach Stuttgart zu finanzieren, damit dort für die Tieferlegung eines Bahnhofes demonstriert werden kann.
Gönner als Mensch hat selbstverständlich auch positive Seiten: er ist gesellig, unterhaltsam, witzig und ein sehr guter Redner. Deshalb mögen ihn die Leute. Jeder, der Kommunalpolitik mitgestalten oder kritisch kommentieren möchte, sollte sich aber vor zu vertrautem Umgang mit diesem Mann hüten, denn dessen persönliche Aura nimmt mit der Distanz auch die Urteilskraft, ein Vorgang, der sich bei jeder zweiten Entscheidung der politischen Gremien in Ulm studieren lässt.
Vor sich am 1.12.2011 der Tag der Wahl Gönners zum OB Ulms zum zwanzigsten Mal jährt, wollen wir vom DF mit einem kleinen (nicht neuen) Liedchen an einige Verdienste des großen Politikers erinnern.
Das gerahmte Bild des Stadtoberhauptes, das auf dem Video zu sehen ist, kann für nur wenige Euro in unserem DF-Shop erworben werden. Eigentlich sollte dieses Bild im Wohnzimmer eines jeden braven Ulmers stehen. Die aus dem Verkauf erzielten Einnahmen fließen der Stadtkasse Ulm zu.
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