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Energiegenossenschaft Süd / 20.3.2009

Regelmäßig präsentieren uns die SWU und die EnBW Gaspreiserhöhungen. Nach eigenem Bekunden wollen die beiden Energieversorger damit nicht mehr Geld verdienen. Die Gründe seien nicht von ihnen zu verantworten.

Gestiegene Einkaufspreise und die Ölpreisbindung sorgten für teureres Gas, sagen sie. Der Verbraucher weiß natürlich, dass dies nur Vernebelungsstrategie ist und SWU und EnBW ständig steigende Profite einfahren, aber er steht dem relativ hilflos gegenüber. Ihm bleibt oft nichts anderes übrig, als sich willig Geld aus der Tasche ziehen zu lassen.

Zwar besteht heute die Möglichkeit, den Gasversorger zu wechseln. Über verschiedene Internetprotale, wie z.B. Verivox, erhält der Verbraucher rasch einen Überblick über das Angebot. Wer sich allerdings über den Gasmarkt informiert, wird bald feststellen, dass mit einem Wechsel des Versorgers oft nur ein lächerlich geringer Betrag eingespart werden kann und sich der bürokratische Aufwand eines Wechsels somit gar nicht lohnt.

Außerdem ist es keine Seltenheit, dass der Gasverbraucher schon bald nach dem Versorgerwechsel eine böse Überraschung erlebt: Weil die Energieunternehmen den Kunden oft keine Preisgarantie geben, erhöht der neue Gaslieferant schon nach wenigen Monaten seinen Preis.

Zieht der Verbraucher in Betracht, dass auch staatliche Aufsichtsbehörden wie Wirtschaftsministerien und Bundeskartellamt oft recht erfolglos gegen die halsabschneiderische Preispolitik der Energieversorger agieren, liegt eine resignative Schlussfolgerung nahe: Ein freier Gasmarkt existiert nach wie vor nicht. Die Kunden sind den Gasversorgern und deren Preispolitik ziemlich schutzlos ausgeliefert.

Umso erfreulicher ist eine Nachricht, die uns dieser Tage erreichte. In einem Schreiben der Energiegenossenschaft Süd e.G., einer kleinen Genossenschaft in Ulm/Neu-Ulm, die seit Monaten mit großem Engagement und vorbildlicher Beharrlichkeit an ihrem Ziel arbeitet, ihren Mitgliedern günstiges Gas zu liefern, heißt es:

„EnerGen Süd kann in Kürze ihren Mitgliedern Gas liefern. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, sich an einem Einkaufspool eines süddeutschen Anbieters zu beteiligen.“

Da eine Genossenschaft Gewinne nicht ansammelt, sondern an die Mitglieder wieder ausschüttet und auch die Verwaltungskosten und Vergütungen an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates gering sind, besteht tatsächlich eine Chance, dass die Ankündigung der EnerGen Realität wird: 10 Prozent und mehr soll das von ihr gelieferte Gas billiger sein als jenes örtlicher Versorger.

Führt sich der Gasverbraucher dann noch den weiteren Vorteil vor Augen, dass in einer Genossenschaft Transparenz herrscht, weil jedes Mitglied Einblick in die Geschäftszahlen (Umsätze, Kosten, Überschüsse usw.) erhält, gibt es mehr als genug Gründe, über die Mitgliedschaft in der Genossenschaft nachzudenken.

Informieren Sie sich über die EnerGen Süd eG!
Werden Sie Mitglied in dieser Genossenschaft!

Näheres erfahren sie auf der Internetseite der Genossenschaft.



7.000 Mitglieder. Strom und Gas sehr günstig / 22.5.2010

Als die Ulmer Energiegenossenschaft im April 2007 gegründet wurde, zählte sie nur 25 Mitglieder. Damals wünschten sich alle, dass die Genossenschaft bald 300 Mitglieder haben möge, damit sie den Verbrauchern günstige Angebote unterbreiten kann und es eine Alternative zum örtlichen Monopolisten SWU mit seinen überteuerten Preisen für Strom und Gas gibt.

Drei Jahre sind vergangen. Mitte Juni 2010 hatte die EnerGen Sued bereits 4360 Genossen. Bis zum Ende des Jahres wird die Genossenschaft voraussichtlich 7.000 Mitglieder zählen.

Das ist eine Erfolgsgeschichte, zu der wir die engagierten Genossenschaftsmitglieder herzlich beglückwünschen.