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Direktor Langer spielt jetzt in einer anderen Liga /19.4.08
Zwei Monate noch bis zum Beginn des Donaufestes. Zeit also für eine Reise nach Neu-Ulm, um dort den Stadtrat und den Oberbürgermeister Noerenberg zu besuchen. Im Reisegepäck hatte Direktor Langer eine ganz tolle Überraschung : Das Festprogramm sowie einige selbst ausgedachte Zahlen über die zu erwartenden Einnahmen.
Im Grundton der Bescheidenheit, kommunikativ und freundlich, sprach der Direktor des Donaubüros zu den versammelten Politikern. Staunend nahm das Publikum zur Kenntnis, dass mit dem diesjährigen Donaufest „neue Zeiten im Kulturprogramm“ angebrochen seien – ein neues Kulturzeitalter quasi; in noch größeres Staunen versetzte die Zuhörer die Aussage Langers, dass man mit dem Fest in einer „ganz anderen Liga“ spiele, der Champions League europäischer Feste sozusagen.
Unter diesen Bedingungen erscheint es selbstverständlich, dass kulturelle Highlights wie Autorenlesungen in Ulm stattfinden. Hochkultur kann nur in einer adäquaten urbanen Umgebung zelebriert werden. Neu-Ulm leistet mit seiner Finanzierung von Donaubüro und Donaufest Hervorragendes. Da sollte Ulm sich zum Ausgleich nicht zu schade sein, die Organisation und Durchführung der essentiellen Veranstaltungen zu übernehmen.
Statt dem Direktor dafür zu danken, dass er mit seinem Team ganz alleine das Programm ausgearbeitet und Veranstaltungsorte festgelegt hatte, ohne das Neu-Ulmer Rathaus mit lästigen Rücksprachen zu behelligen, hagelte es Kritik. Manche Räte wollten sogar wissen, wofür das zur Verfügung gestellte Geld im Einzelnen ausgegebenen werde. Zu so spezifischen Fragen konnte der Direktor allerdings nichts sagen.
Am Ende gelang es Langer doch noch, die erregten Gemüter zu besänftigen. Er sagte zu, dass sich das Donaubüro auf der nächsten Neu-Ulmer Landesgartenschau mit einem eigenen Beitrag beteiligen wolle. Er und seine Mitarbeiter beabsichtigten eine Pflanzung zum Thema „Botanik der Donauauen“ anzulegen. Allerdings gelte dieses Angebot nur für den Fall, dass das Donaufest ein Defizit erwirtschafte. Dies sei aber unwahrscheinlich, da alles, was er bisher im Bereich Kultur angepackt habe, außerordentlich erfolgreich gewesen sei.
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