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Haus der Donauländer – so überflüssig wie ein Kropf / 12.2.07
Was haben der East River und die Donau gemeinsam? Genau! An ihren Ufern liegen zwei der bedeutendsten Städte der Menschheit. Nun soll es bald eine weitere Gemeinsamkeit geben: Während am East River die Gebäude von United Nations Headquarters in den Himmel ragen, entsteht an den Ufern der Donau möglicherweise das Haus der Donauländer. Ein renomiertes Ulmer Architektenbüro legte gemeinsam mit führenden Vertretern der CDU-Rathausfraktion eine „Projektstudie“ vor: Danach wollen die Herren die Adlerbastei zubauen mit einem 1800 qm Nutzfläche großen Gebäude, einem „weiteren Baustein an moderner Architektur“, der die „Neue Mitte“ verlängere.
Vor so viel Großmannssucht bleibt einem zunächst mal die Spucke weg.
Die Stadt Ulm ist mit sage und schreibe 165 Millionen Euro verschuldet und muss jährlich Millionen an Zinsen für diese Kredite bezahlen. Alle reden angesichts dieser Lage davon , wie nötig es sei, richtig zu sparen. Passt da dieser Vorschlag? Bedenkt man weiterhin, dass es sich bei den „Internationalen Donaufesten“ im Kern nur um Sauf- und Fressfeste handelt, wie wir sie schon zur Genüge in Ulm haben, kann man nur zu dem sarkastischen Gegenvorschlag kommen : eine Bretterbude im Muthenhölzle erfüllt den Zweck, eine „Europäische Donauakademie“ zu beherbergen, vollständig.
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